Autofinanzierung

Das Fahrzeug der Träume ist nicht immer traumhaft günstig – wenn das Geld nicht reicht, muss deshalb ein Autokredit her. Wer sein Auto finanzieren will, kann dazu entweder einen speziellen Fahrzeugkredit aufnehmen oder nach einem günstigen Ratenkredit ohne bestimmten Verwendungszweck suchen. Welche Variante die bessere ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.
Spezielle Autokredite sehen die Hinterlegung des Fahrzeugbriefes als Sicherheit bei der darlehensgebenden Bank vor. Bei gewöhnlichen Ratenkrediten müssen keine Sicherheiten hinterlegt werden.

Der große Vorteil von Finanzierungen, die speziell auf die Belange von Autokäufern zugeschnitten sind, liegt im größeren Gestaltungsspielraum. Ein gewöhnlicher Ratenkredit sieht eine einmalige Auszahlung des Kredites vor, der dann in gleich hohen Monatsraten getilgt wird. Bei speziellen Fahrzeugkrediten bestehen mehr Möglichkeiten.

Auto finanzieren leicht gemacht durch Schlussraten-Modell

Fahrzeugkredite können eine Anzahlung vorsehen, durch die sich die Monatsraten erheblich drücken lassen. Es ist allerdings keineswegs zwingen erforderlich, eine Anzahlung zu leisten. Die monatlichen Raten können auch deutlich reduziert werden, indem ein großer Teil der Finanzierung auf eine Schlussrate entfällt, die am Ende der Kreditlaufzeit fällig ist.

Ein einfaches Beispiel zeigt, die groß die monatliche Entlastung ausfallen kann. Wird ein Fahrzeug im Wert von 20.000 Euro ohne Anzahlung finanziert und läuft der Autokredit über 36 Monate, fallen bei einer Finanzierung ohne Schlussrate bei einem Zinssatz von 7 Prozent monatlich rund 690 Euro an. Wird das selbe Fahrzeug bei identischem Zinssatz und ebenfalls drei Jahren Laufzeit mit einem Schlussraten-Kredit finanziert, reduziert sich die monatliche Rate um mehr als ein Drittel auf gut 440 Euro. Die Schlussrate in Höhe von 10.000 Euro kann ganz einfach mit dem Verkaufserlös des Fahrzeugs finanziert werden.
Damit das Schlussraten-Modell tatsächlich dabei hilft, ein Fahrzeug zu niedrigen Monatsraten zu finanzieren, muss der zu erwartende Wertverlust des Autos während der Laufzeit an die Schlussrate angepasst werden.

Autofinanzierungen mit Schlussrate ähneln vom Prinzip her einem Leasingvertrag: Der Kreditnehmer zahlt nur, was er tatsächlich nutzt. Durch den Verzicht auf eine Anzahlung und die deutliche Reduktion der Monatsraten lassen sich das Budget und die eiserne Reserve schonen. Das Modell lohnt auch dann, wenn ein paar Tausend Euro für eine Anzahlung zur Verfügung stehen: Es ist besser, einen überschaubaren Zinsaufschlag zu zahlen als alle verfügbaren Reserven in die Finanzierung zu investieren.

Autofinanzierung Vergleichen lohnt sich!

Vor jeder Fahrzeugfinanzierung sollten angehende Autobesitzer die Konditionen verschiedener Banken miteinander vergleichen. Die Zinsen der Institute unterscheiden sich oft deutlich. Beim Vergleich sollte unbedingt berücksichtigt werden, ob der in einem Angebot angegebene Zinssatz für alle Darlehensnehmer gilt oder ob der Sollzins individuell festgelegt wird. Letzteres ist besonders bei gewöhnlichen Ratenkrediten ohne bestimmten Verwendungszweck der Fall.
Die Festlegung des Zinssatzes erfolgt dann in Abhängigkeit der Kreditwürdigkeit, die wiederum anhand von Beruf, Einkommen und Schufa-Score ermittelt wird.

Wer nach einer günstigen Fahrzeugfinanzierung sucht, wird früher oder später auf Angebote von Händlern und Herstellern stoßen. Diese fallen augenscheinlich oft besonders günstig aus – gerade in Zeiten schwachen Absatzes werden regelmäßig Finanzierungen zu sehr geringen oder auch gar keinen Zinsen angeboten. Diese Offerten sind jedoch bei genauerem Hinsehen nachteilig gegenüber einem Bankkredit. Für diesen müssen zwar Zinsen gezahlt werden – wer beim Autoverkäufer als Barzahler vorstellig wird, kann jedoch attraktive Rabatte aushandeln, die den vermeintlichen Zinsvorteil bei einer Null-Prozent-Finanzierung deutlich übersteigen.